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MI | 11.04.2012
Bild: APA
Ein jahr danach
Innenministerium beendet Tsunami-Einsatz
Das Innenministerium hat seinen Tsunami-Einsatz am Mittwoch offiziell beendet. Insgesamt starben 86 Menschen, die entweder aus Österreich waren oder hier Angehörige hatten.
Endgültige Opferbilanz
74 Opfer der Tsunami-Katastrophe waren österreichische Staatsbürger, bei zwölf handelte es sich um Angehörige aus anderen Ländern. 85 Personen starben in Thailand, eine in Sri Lanka. Nach internationalen Schätzungen forderte der Tsunami mehr als 230.000 Menschenleben.

Die meisten heimischen Toten forderte die Katastrophe unter den Wienern: 24 Personen aus der Bundeshauptstadt starben in der Flutwelle. Viele Todesfälle hatte auch Niederösterreich zu verzeichnen: 19 Urlauber verloren ihr Leben durch den Tsunami.
Opfer nach Wohnsitzländern
Burgenland 3
Kärnten 5
Niederösterreich 19
Oberösterreich 5
Salzburg 2
Steiermark 3
Tirol 7
Vorarlberg 5
Wien 24
Thailand 9
Deutschland 4
Dienst beendet
Mit Mittwoch quittierten auch die letzten heimischen Exekutivbeamten ihren Dienst in Thailand.

Schon am Tag nach der Katastrophe entsandte das Innenministerium Erkundungs- und Rettungsteams der Cobra in die Katastrophengebiete, um einen ersten Überblick über die Situation zu gewinnen.

Am 28. Dezember folgte ein DVI-Team (Desaster Victim Identification), bestehend aus Exekutivbeamten, Gerichtsmedizinern und einem Zahnarzt, zur Opferidentifizierung nach Thailand. Tags darauf flog ein ähnlich zusammengesetztes DVI-Team nach Sri Lanka.
Vermisstensuche und Opferidentifizierung
Zusätzlich reisten Ärzte, Sanitäter und Kriminalbeamte ins Krisengebiet, um Vermisste zu finden und die lokalen Krankenhäuser nach verletzten Österreichern abzusuchen.

Später wirkten die heimischen Spezialisten vor allem bei den endgültigen Identifizierungen mit.
DNA-Analyse in Innsbruck
In Sri Lanka wurde dem Innenministerium gemeinsam mit der Gerichtsmedizin Innsbruck die DNA-Analyse für das ganze Land übertragen. Zur gleichen Zeit waren im Einsatzstab des Innenministeriums Beamte rund um die Uhr im Dienst.

Insgesamt 90 Kriminalisten glichen Listen ab, nahmen im Call-Center Anrufe von Angehörigen entgegen und koordinierten die Suchkräfte im In- und Ausland.
Akt mit 34.000 Seiten
Das Bundeskriminalamt (BK) organisierte zusätzlich den Einsatz von rund 100 Exekutivbeamten in ganz Österreich, die Befragungen bei Hinweisgebern und Verwandten durchführten.

Die gesammelten Daten haben einen gewaltigen Umfang: Der im Zuge der Nachforschungen angelegte Akt umfasst laut Innenministerium mehr als 34.000 Seiten.
Vorarlberg
Tirol
Salzburg
Kärnten
Steiermark
Oberösterreich
Niederösterreich
Wien
Burgenland

 
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