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MI | 11.04.2012
Menschenmenge (Bild: Fotolia/iMAGINE)
STUDIE
Einwohnerzahl auf 8,4 Millionen gestiegen
Am 1. Jänner 2011 haben 8.404.252 Menschen in Österreich gelebt, um 28.962 Personen oder 0,3 Prozent mehr als zu Jahresbeginn 2010. Das gab die Statistik Austria kürzlich bekannt.
Grafik: APA
Plus 27.625
Positiver Wanderungssaldo
Der Bevölkerungszuwachs ergab sich zum größten Teil aus dem positiven Wanderungssaldo, also der Differenz zwischen Zu- und Abwanderung (plus 27.695 Personen), und zu einem kleinen Teil aus Geburtenüberschüssen (plus 1.543 Personen).

Das Wachstum fiel deutlich höher als im Vorjahr aus (2009: plus 20.030 Personen). Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen erhöhte sich 2010 um 32.468 auf 927.612.
Elf Prozent Ausländer
Grafik: APA
Der Ausländeranteil stieg damit um rund drei Zehntelprozentpunkte auf elf Prozent am 1. Jänner 2011. 40 Prozent bzw. 368.178 Personen der ausländischen Bevölkerung lebten mit Stichtag 1. Jänner in Wien. Der Ausländeranteil in der Bundeshauptstadt war mit 21,5 Prozent etwa doppelt so hoch wie im österreichischen Durchschnitt.

Mit 146.392 Personen stellten die Deutschen die größte Ausländergruppe, gefolgt von 135.696 Personen aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo und 113.457 aus der Türkei.
Spitzenreiter Graz und Eisenstadt
Größter Zuwachs in Städten
Das stärkste Bevölkerungswachstum gab es in größeren Städten und deren Umlandbezirken. In Wien lebten am 1. Jänner 1.714.142 Menschen, um 15.320 bzw. 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Bevölkerungszahl der Bundeshauptstadt 2010 dreimal so stark wie im Durchschnitt Österreichs.

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte und ihre Umlandbezirke die größten Bevölkerungszuwächse. Spitzenreiter waren Graz (plus 1,6 Prozent) und Eisenstadt (plus 1,1 Prozent), die sogar einen stärkeren Einwohneranstieg als Wien verzeichneten. Ebenfalls starke Zuwächse ergaben sich in den Bezirken Tulln, Wien-Umgebung und Neusiedl am See (je plus 0,9 Prozent).
Bevölkerungsrückgang in Randregionen
Die größten Bevölkerungsverluste registrierten 2010 vor allem inneralpine und an der Peripherie liegende Regionen, so zum Beispiel die steirischen Bezirke Mürzzuschlag (minus 1,0 Prozent) sowie Murau und Leoben (je minus 0,8 Prozent).
Minus nur in Kärnten
Leicht überdurchschnittliche Einwohnerzuwächse verzeichneten Tirol und Salzburg (je plus 0,4 Prozent), während in Vorarlberg und im Burgenland das Wachstum exakt dem Bundesdurchschnitt entsprach.

Etwas geringer fiel der Anstieg in Niederösterreich und der Steiermark (je plus 0,2 Prozent) sowie in Oberösterreich (plus 0,1 Prozent) aus. Kärnten war hingegen - ebenso wie im Jahr zuvor - das einzige Bundesland mit einem Bevölkerungsrückgang.

Österreich: 8.404.252
Burgenland: 284.897
Kärnten: 558.271
Niederösterreich: 1.611.981
Oberösterreich: 1.412.640
Salzburg: 531.721
Steiermark: 1.210.614
Tirol: 710.048
Vorarlberg: 369.938
Wien: 1.714.142
Durchschnittsalter um zwei Jahre höher als noch vor zehn Jahren
10.000 Kinder weniger
Das Durchschnittsalter steigt weiter: Am 1. Jänner 2011 gab es in Österreich 1.234.761 (14,7 Prozent) Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, 5.689.364 Personen (67,7 Prozent) waren im Erwerbsalter von 15 bis unter 65 Jahren und 1.480.127 Menschen (17,6 Prozent) waren 65 oder älter.

Verglichen mit dem Vorjahr ging die Zahl der unter 15-Jährigen um 10.109 zurück, während sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 15- bis 64-Jährigen (plus 34.865) als auch jene der mindestens 65-Jährigen (plus 4.206) erhöhte.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zu Jahresbeginn 2011 bei 41,7 Jahren, um 0,2 Jahre höher als im Vorjahr und um etwa zwei Jahre höher als noch vor zehn Jahren.
Vorarlberg
Tirol
Salzburg
Kärnten
Steiermark
Oberösterreich
Niederösterreich
Wien
Burgenland

 
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