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MI | 11.04.2012
Wohnungstür (Bild: ORF.at/Carina Kainz)
WIRTSCHAFT
Haushaltsausgaben bei 2.910 Euro im Monat
Österreichische Haushalte geben im Schnitt 2.910 Euro pro Monat aus. Mit fast einem Viertel (23,8 Prozent) entfällt der größte Teil dabei auf den Bereich "Wohnen und Energie", an zweiter Stelle folgt der Posten "Verkehr" mit 15 Prozent.
Weniger für Nahrung und Getränke
Auf Ernährung und alkoholfreie Getränke entfallen 12,1 Prozent, womit dieser Bereich erstmals hinter dem Bereich "Freizeit, Sport, Hobby" (12,8 Prozent) liegt. Das teilte die Statistik Austria am Dienstag mit.

Auf den hinteren Plätzen rangieren die Bereiche "Körperpflege" (2,6 Prozent), "Alkoholische Getränke, Tabakwaren" (2,4 Prozent), "Kommunikation" (1,7 Prozent) und private Ausgaben für Bildung (ein Prozent).
Grafik: APA
Durchschnittliche Ausgaben pro Haushalt in Euro
Stärkste Zunahme verzeichnet Bildung.
Seit 2004/5 um 14,6 Prozent gestiegen
Im Vergleich zur letzten Konsumerhebung aus dem Jahr 2004/05 seien die Haushaltsausgaben um 14,6 Prozent gestiegen. Stärker als die gesamten Haushaltsausgaben nahmen jene für den größten Posten "Wohnen und Energie" zu, nämlich um 22 Prozent gegenüber 2004/05.

Innerhalb des Bereichs "Verkehr" (plus 6,6 Prozent) verzeichneten mit 67,8 Prozent besonders die Ausgaben für öffentlichen Verkehr einen starken Anstieg. Die stärkste Zunahme aller Konsumgruppen verzeichnete Bildung mit einem Plus von 37 Prozent. Ein klares Minus verzeichnet die Gruppe "Kommunikation", wo die Ausgaben um 26,1 Prozent sanken.
"Äquivalenzausgaben" und Medianwerte
Um unterschiedliche Haushalte (Singles, Familien mit Kindern) vergleichbarer zu machen, arbeiten die Statistiker auch mit "Äquivalenzausgaben", das sind bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Ausgaben, wobei die erste erwachsene Person im Haushalt mit 1,0 gewichtet wird, jede weitere Person über 14 Jahre mit 0,5 und jedes Kind mit 0,3. Die so errechneten Äquivalenzausgaben betragen 1.880 Euro pro Monat.

Weil relativ wenige Spitzenverdiener den Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) anheben, wird auch ein Medianwert berechnet, der weniger von Ausreißern beeinflusst wird. So ein "typischer" Haushalt gibt monatlich 2.540 Euro aus. Die entsprechenden Äquivalenzausgaben betragen 1.640 Euro pro Kopf. Das reichste Viertel der Bevölkerung gibt 3.290 Euro pro Kopf aus, das ärmste Viertel 896 Euro pro Kopf.
Konsumverhalten nach Geschlecht
Auch mit dem Unterschied zwischen den Geschlechtern haben sich die Statistiker befasst. Das Ergebnis: Allein lebende Männer geben durchschnittlich 2.050 Euro im Monat aus und damit um elf Prozent mehr als allein lebende Frauen (1.850 Euro).

Vergrößert wird der statistische Unterschied durch die allein lebenden Pensionisten, bei denen Männer 1.930 Euro ausgeben, Frauen 1.690 Euro. Bei Menschen, die selbst Geld verdienen, ist der Unterschied mit 3,2 Prozent deutlich geringer: Die Ausgaben der Männer betragen durchschnittlich 2.250 Euro, jene der Frauen 2.180 Euro.
Grafik: APA
Die 6.534 befragten Haushalte haben so gut wie alle Mann-Frau-Klischees bestätigt. Allein lebende Männer geben für Autos, Werkzeuge, Alkohol und Zigaretten, Restaurantbesuche und Elektronik mindestens doppelt so viel aus wie Single-Frauen. Dafür legen Frauen deutlich mehr Wert auf Körperpflege, Gesundheit, Bildung sowie Bekleidung und Schuhe.
Blick in die Speisekammer
Ein Blick in die statistische Speisekammer offenbart: Die heimischen Haushalte konsumieren daheim monatlich 11,3 kg Gemüse, 10,9 kg Obst, 6,6 kg Fleisch, 5,9 kg Brot sowie 28,6 Liter alkoholfreie und 11,8 Liter alkoholische Getränke.
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