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MI | 11.04.2012
Riesenrad (Bild: APA)
TOURISMUS
Ferienziele: Wien führt vor Tiroler Tälern
Bei den beliebtesten Urlaubszielen in Österreich rangiert Wien unangefochten an erster Stelle. Gleich dahinter reihen sich das Ötztal und das Zillertal. Unter die Top Ten schafften es 2009 gleich fünf Skiregionen.
Wien beliebt bei Deutschen
Für 2010 werden in Wien über 1,9 Millionen Touristen erwartet. Allein im März wurde mit 842.000 Nächtigungen ein Plus von 24,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Die meisten Gäste kommen aus Russland, Deutschland und Italien. Bei den deutschen Touristen wurde 2009 sogar ein Plus von 58 Prozent registriert.
Skiregionen als Newcomer
Laut der jüngsten Destinationsstudie der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) sind unter den zehn beliebtesten Ferienorte gleich fünf Newcomer: die Skiregionen Tiroler Zugspitzarena, Gasteinertal, Paznaun, Salzburger Sportwelt und Kitzbüheler Alpen.

Sie konnten enorme Zuwächse bei den Bewertungskriterien Gästeankünfte, Nächtigungen, Auslastung und Umsatz vorweisen und damit zu den langjährigen Topdestinationen Arlberg und Schladming-Dachstein aufschließen.
Bemerkenswerte Steigerungsraten.
Von Platz 87 auf acht
"Interessant ist, dass die typischen Wintersportregionen so stark aufgerückt sind", sagte ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn zur APA. Am bemerkenswertesten sind die Steigerungsraten der Kitzbüheler Alpen, die vom 87. Platz (von 88 bewerteten Regionen) auf Rang acht vorstießen und somit der größte Gewinner sind.

Dort verlor kein Betrieb Auslastung, obwohl drei neue Vier- und Fünfsternhotels eröffnet wurden. Die gesamte Region wurde belebt. Nahezu ebenso spektakulär hatten sich von 2007 auf 2008, also noch vor der Krise, die Salzburger Sportwelt (von Platz 65 auf sieben), das Gasteinertal (von 58 auf fünf) und die Zugspitzarena (von 52 auf vier) entwickelt.
Salzkammergut fällt aus Top Ten
Aus der Liste der besten zehn verdrängt wurden hingegen die Destinationen Serfaus-Fiss-Ladis, Bodensee Vorarlberg, Villach-Warmbad/Faaker See/Ossiacher See, Wienerwald und Salzkammergut.
Salzburg und Kärnten als Sorgenkinder.
Salzburg verlor trotz Euro 2008
"Wenn ein Beherbergungsbetrieb bei drei der vier Bewertungskriterien zurückfällt, sollte er sich das genauer ansehen", empfiehlt ÖHV-Sprecher Martin Stanits. In Salzburg und Kärnten müsse man viel daransetzen, die Performance zu halten und zu steigern.

Freilich könnten in einer Region auch Sondereffekte zum Tragen kommen, etwa die Eröffnung neuer Tophotels und Großveranstaltungen. Die Stadt Salzburg habe verloren, obwohl sie Host-City der Fußball-Europameisterschaft 2008 war, so Reisenzahn.
90 Prozent kommen aus Österreich.
Problem mit Gästemix
Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2003 nicht mehr ins Laufen kommt die Region Graz. Im steirischen Thermenland ist der Gästemix ein Problem - zu 90 Prozent kommen Österreicher, es mangelt an Internationalisierung. Der Nationalitätenmix hat auch im Burgenland noch Verbesserungspotenzial.

"Die Wachstumsraten der nächsten Jahre werden nicht mit Inländern passieren - die Internationalisierung treibt an, aber das setzt Investitionen voraus", so Stanits. Wichtig seien hier Faktoren wie Erreichbarkeit und Werbung.
Tirol punktet mit weniger Ferienregionen
Tirol ist den ÖHV-Kriterien zufolge gut unterwegs. Vor zehn Jahren gab es dort noch 270 Ferienregionen, nun sind es nur noch 30, das Ziel liegt bei 20. "Da ist man auf dem Weg, noch stärker zu werden", so Reisenzahn. Für die klein strukturierten Betriebe in Österreich sei "eine funktionierende Destination" das Wichtigste überhaupt.
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