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MI | 11.04.2012
Wohnung
WIRTSCHAFT
Wohnen im Westen am teuersten
Wohnen ist im Westen am kostspieligsten. Teuerster Ort ist Kitzbühel, teuerste Landeshauptstadt Innsbruck. Im Osten werden so hohe Preise nur in Wien und im "Speckgürtel" um Wien erreicht.
Die größten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen verzeichneten 2009 Niederösterreich und das Burgenland (jeweils plus elf Prozent).

Am stärksten gefallen sind die Preise in Kärnten (minus sieben Prozent) und der Steiermark (minus fünf Prozent).
3.220 Euro pro Quadratmeter.
Innsbruck teuerste Landeshauptstadt
Teuerste Landeshauptstadt für Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand ist Innsbruck mit (im Median) 3.220 Euro pro Quadratmeter. Die Preise über alle Eigentumswohnungsangebote in der Tiroler Hauptstadt (in gutem und sehr gutem Zustand sowie Neubauten) legten im Jahresvergleich um sieben Prozent zu.

Platz zwei bei Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand belegte Salzburg mit (im Median) 2.921 Euro/m2 (plus zwölf Prozent gegenüber 2008), die Bundeshauptstadt Wien reihte sich mit 2.688 Euro/m2 (plus sechs Prozent) auf Platz drei ein.

In der Kulturhauptstadt 2009, Linz, wurden ebenfalls Spitzenpreise bei Wohnungen in sehr gutem Zustand von 2.630 Euro/m2 verzeichnet. Gegenüber 2008 legten die Preise hier nochmals um zwei Prozent zu.
St. Pölten und Eisenstadt am günstigsten
Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz mit 2.335 Euro/m2. Am niedrigsten waren die Wohnungspreise in St. Pölten (1.290 Euro/m2) und Eisenstadt (1.217 Euro/m2).

Im Mittelfeld bei den sehr guten Eigentumswohnungen positionierten sich Graz mit 2.134 Euro/m2 und Klagenfurt mit 1.950 Euro/m2.
Im Osten so hohe Preise nur in und um Wien.
Spitzenpreise in Kitzbühel
Spitzenpreise bei Immobilien erzielten neben den Landeshauptstädten vor allem Ferienregionen. Zu den teuersten zählte 2009 der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von rund 3.000 Euro/m2. Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostete der Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 4.876 Euro.

Im Osten werden so hohe Preise wie in den westlichen Bundesländern nur in Wien und in den Regionen um Wien erreicht. So kostete im Vorjahr eine Wohnung in sehr gutem Zustand in Klosterneuburg 2.675 Euro/m2. Für Wohnungen im Bezirk Wien-Umgebung musste man im Durchschnitt 2.550 Euro/m2 bezahlen.
Preissteigerung bei Häusern
Nach einem leichten Rückgang bei den Hauspreisen im Jahr 2008 (minus ein Prozent) stiegen die Angebotspreise 2009 trotz rückläufiger Nachfrage österreichweit um fünf Prozent. Zu erklären sei das durch mehr Häuser in besseren Lagen und mit höherer Qualität im Angebot, so der Geschäftsführer der Immobilienplattform Immobilien.net, Alexander Ertler.

"Immobilien in infrastrukturell gut ausgebauten Gebieten erzielen höhere Preise, während solche in weniger guten Lagen 2010 stagnieren bzw. weiter fallen werden", sagte Ertler.
Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter 89 Euro.
Grundstückspreise geben nach
Die im Österreich-Vergleich massiv gesunkene Nachfrage nach Grundstücken wirkte sich insgesamt auf die durchschnittlichen Preise aus. Diese gaben im Jahresvergleich österreichweit um neun Prozent nach. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter Privatgrund aktuell 89 Euro.

In Niederösterreich wurden Grundstücke um sechs Prozent günstiger (aktuell im Median 94 Euro/m2), in der Steiermark um fünf Prozent (50 Euro/m2).

Anders in Tirol, wo ein relativ geringes Angebot weiterhin auf eine hohe Nachfrage trifft und sowohl Haus- als auch Grundpreise gestiegen sind.
Mieten steigen
Aufgrund der starken Nachfrage bei Mietwohnungen stiegen die Mieten österreichweit um zwei Prozent. Darüber hinaus sei das Angebot an jüngeren Baujahren in den Landeshauptstädten 2009 größer geworden, was zu höheren Angebotspreisen geführt habe, erklärte Ertler die Steigerungen bei den Mietpreisen auf dem freien Markt.

Der Vergleich der neun Landeshauptstädte zeigt: Innsbruck ist auch bei den Mieten mit 10,7 Euro/m2 die teuerste Landeshauptstadt. Wohnungen in sehr gutem Zustand kosten hier sogar 11,4 Euro/m2.

In der Stadt Salzburg legten die Preise mit neun Prozent auf 9,5 Euro/m2 am stärksten zu. In Wien kosteten Wohnungen 9,3 Euro/m2, wobei Innenstadtlagen rund 15 Euro/m2 erreichten, Randbezirke dagegen nur sieben bis acht Euro/m2. Die Landeshauptstädte Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt verzeichneten mit 6,6 Euro/m2 die günstigsten Mieten in Österreich.
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