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MI | 11.04.2012
Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen (Bild: APA/Helmut Fohringer)
CHRONIK
Nach dem Hochwasser: Schaden wird sichtbar
Nach dem Hochwasser und den Unwettern der vergangenen Tage wir in einzelnen Bundesländern der Schaden sichtbar. Allein in Oberösterreich soll dieser einer vorläufigen Bilanz zufolge über 20 Mio. Euro betragen.
OÖ: Millionenschäden durch Unwetter
Laut dem zuständigen Oberösterreichsichen Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) geht der Katastrophenfonds des Landes von folgenden Schäden aus: 1.000 Hektarüberflutete landwirtschaftliche Kulturen werden mit 1,2 Mio. Euro beziffert.

400 Gebäudeschäden belaufen sich auf sechs Mio. Euro, 150 Hang- und Böschungsrutschungen auf 2,5 Mio. Euro. Schäden an Wegen und Uferanbrüche sind mit 300.000 Euro in der Bilanz enthalten.

Dazu kommen noch Schäden an öffentlichen Einrichtungen, besonders am Straßen- und Wegenetz des Landes und der Gemeinden in der geschätzten Höhe von acht Mio. Euro, sowie weitere drei Mio. Euro Hagelschäden in der Landwirtschaft, die über die österreichische Hagelversicherung gedeckt sind.
St. Pölten: 17.000 Sandsäcke gegen die Fluten.
NÖ: Bisher 200 Schadensmeldungen
Bis zu zehn Millionen Euro Schadenssumme, 150 Anrufe beim Wirtschaftshof wegen Bestellungen von Sandsäcken, rund 300 Tonnen Sand - das ist die vorläufige Unwetter-Bilanz der vergangenen zwei Wochen in St. Pölten.

Zwei Schadenkommissionen mit Sachverständigen wurden in Niederösterreich bereits gebildet. Bisher lagen 200 Schadensmeldungen vor - zu 75 Prozent von Privathaushalten.

Nach wie vor erhoben würden Straßenschäden, auch Feldwege und Gerinne wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Beim Bürgerservice der NÖ Landeshauptstadt wurde der Personalstand für die Annahme von Anrufen verdreifacht, und auch der Wirtschaftshof ging mit mehreren hundert Anrufen wegen Sandsack-Bezug, Kanalverstopfung oder Sperrmüll-Abholungen an seine Kapazitäten.
Mindestens 500.000 Euro Schaden in Güssing.
Bgld.: Noch keine genaue Schadenssume
Nach und nach lassen sich die Folgen des Hochwassers im Burgenland abschätzem, eine endgültige Bilanz gibt es aber noch nicht. Die Schäden reichen von desolaten Gebäuden über überflutete Äcker bis hin zu kaputten Straßen.

Besonders betroffen von Hochwasser waren Strem und Güssing, etliche Häuser wurden in Mitleidenschaft gezogen. In letzterer Ortschaft betragen die Instandsetzungskosten mindestens eine halbe Million Euro, erklärte Bürgermeister Peter Vadasz (ÖVP).

In der Gemeinde Strem sieht die Lage nicht besser aus: Der Gesamtschaden sei "schwer abzuschätzen", belaufe sich aber "mindestens um die zwei Millionen Euro", sagte Ortschef Bernhard Deutsch (ÖVP).
Stmk.: Erneut Hangrutschungen
Nach den anhaltenden Regenfällen spitzt sich die Situation im Bezirk Feldbach zu: In den letzten Stunden kam es erneut zu Hangrutschungen. Insgesamt sind dem Krisenstab bereits 600 Rutschungen bekannt.

Die Einsatzkräfte zogen eine erste Bilanz: 60.000 Arbeitsstunden leisteten hunderte Helfer der Feuerwehr im Bezirk Feldbach seit Beginn des Hochwassers. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht in Sicht. Die Schadenssumme noch nicht abzuschätzen.
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