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MI | 11.04.2012
Sicherungs- und Aufraeumarbeiten nach dem neuerlichen Hochwasser in Weissenkirchen (Bild: APA/Bundesheer/Filzwieser).
Hochwasser
Soldaten waren 137.000 Stunden im Einsatz
Das Hochwasser und die schweren Unwetter der vergangenen Wochen haben nicht nur den Feuerwehren, sondern auch dem Bundesheer viel abverlangt. 137.000 Arbeitsstunden wurden seit 23. Juni im Assistenzdienst geleistet.
Sieben Hubschrauber und Flächenflugzeuge im Einsatz.
Im Schnitt täglich 700 Soldaten im Einsatz
Im Schnitt waren täglich 700 Soldaten im Einsatz, zu Spitzenzeiten sogar 1.200, bilanzierte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Wien.

Im Laufe des Assistenzeinsatzes wurden 120 Flugstunden absolviert und 200 Personen sowie 60 Tonnen Last befördert, zählte Darabos auf. Sieben Hubschrauber und auch Flächenflugzeuge wurden benötigt.

Die Soldaten, darunter viele Pioniere, hätten Schlamm und Geröll beseitigt, Evakuierungen und Sprengungen durchgeführt, Hangrutschungen verhindert und Brücken gebaut.
Einsatzkosten müssen erst ermittelt werden
Den Großteil der Arbeit hätten natürlich die Feuerwehren getragen, die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften habe jedoch hervorragend funktioniert, resümierte Darabos.

Aktuell würden noch 513 Soldaten in Niederösterreich und 247 Kräfte in der Steiermark ihren Dienst tun. "Das gröbste ist zwar offensichtlich vorbei", so Darabos, die Aufräumarbeiten würden aber nicht minder Einsatz erfordern.

Die Kosten für den noch laufenden Einsatz werden vom Verteidigungsministerium getragen. Um was für eine Summe es sich handle, müsse man aber erst evaluieren. Dies werde dadurch erschwert, dass viele Grundwehrdiener mitgearbeitet hätten, die ohnehin ihren Dienst beim Heer leisten müssten, und die im Einsatz gewesenen Hubschrauber auch so regelmäßig bewegt werden müssten.
17 Millionen Euro für zusätzliches Material
Um für die nächsten Jahre bestens gerüstet zu sein, investiert das Verteidigungsministerium bis Ende 2010 17 Millionen Euro in zusätzliche Anschaffungen wie Pioniergeräte, Boote, Allschutzfahrzeuge und Transportgeräte. Das könne man laut Darabos auch budgetär verantworten.

Außerdem halte er es "für eine der sinnvollsten Investitionen des Bundesheeres" - das Heer müsse schließlich in der Lage sein, solche Einsätze zu bewältigen.
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