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MI | 11.04.2012
Lange Nacht der Kirchen (Bild: ORF)
Religion
Rekordansturm auf "Lange Nacht der Kirchen"
Die fünfte "Lange Nacht der Kirchen" hat einen neuen Besucherrekord gebracht. Mehr als 310.000 Menschen kamen laut Schätzungen der Veranstalter in der Nacht auf heute in die Gotteshäuser.
Mehr als 700 Kirchen standen offen
Davon pilgerten alleine mehr als 130.000 Personen in Wien in die Kirchen - insgesamt ein Plus von 35.000 gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit hatten mehr als 700 Kirchen zwischen 18.00 Uhr und 1.00 Uhr die Türen geöffnet.
Christoph Schönborn Erwartungen "deutlich übertroffen"
Sehr erfreut über den Besucherandrang zeigte sich auch der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn. Die Erwartungen seien "deutlich übertroffen" worden, sagte Schönborn gegenüber der Kathpress. Einmal mehr habe sich gezeigt, dass die "Lange Nacht" eine gute Idee sei, die "viele Menschen und viele Herzen anspricht".
Debattenrunde mit dem Wissenschaftsminister.
Hahn "gesteht" Kirchenaustritt
Der Kardinal selbst diskutierte in der Kalvarienbergkirche in Wien-Hernals mit dem Politikwissenschaftler Anton Pelinka über das politische Engagement der Christen, die sich heute als "Kontrastgesellschaft in einer Mehrheitsgesellschaft" neu definieren und dem "hedonistischen Individualismus" entgegentreten sollen.

In der Franziskanerkirche in der Wiener Innenstadt fand eine Diskussionsrunde zum Thema Kirchenaustritt statt, bei der Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) bekannte, Ende der 1980er Jahre wegen einer beträchtlichen Kirchenbeitragsvorschreibung aus der Kirche ausgetreten zu sein. Mittlerweile fühle er sich in der Kirche wieder wohl und Strukturdebatten tangierten ihn kaum.
Mehr als 3.000 Einzelveranstaltungen
Auch die Zahlen aus den Bundesländern brachten teils Besucherrekorde: Rund 17.000 bis 18.000 Besucher in Salzburg entsprechen laut Kathpress einem Plus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rund 45.000 bis 50.000 Besucher wurden in Oberösterreich gezählt, auch in der Steiermark kamen laut Organisatoren rund 45.000 Personen in die Kirchen. Eine Steigerung um gut 15 Prozent vermeldete das Burgenland, wo rund 17.000 Besucher gezählt wurden. Über 20.000 Menschen nutzten das Angebot in Tirol. Insgesamt konnten mehr als 3.000 Einzelveranstaltungen besucht werden.
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