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MI | 11.04.2012
Gaspumpstation in der Ukraine (Bild: APA/Dolzhenko)
WIRTSCHAFT
RAG erweitert Gasspeicher massiv
Die Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) plant einen massiven Ausbau ihrer Gas-Speicherkapazität. Während der Gaskrise stellte die RAG etwa 40 Prozent der heimischen Erdgasversorgung bereit.
Für mehrere hundert Millionen Euro
Bis 2017 soll das Speichervolumen für mehrere hundert Millionen Euro von derzeit gut zwei Mrd. auf 5,7 Mrd. m3 ausgebaut werden, erklärte die RAG vergangene Woche. Ganz Österreich verbraucht derzeit acht Mrd. m3 Erdgas im Jahr.
Ausbau von Haidach und Puchkirchen
Im Speicher Haidach, wo man derzeit bis zu 1,2 Mrd. m3 vorrätig halten kann, soll bis 2011 die Kapazität auf 2,4 Mrd. m3 verdoppelt werden. Haidach ist dann der zweitgrößte Speicher in Mitteleuropa. Bis 2017 soll Haidach auf 2,7 Mrd. m3 ausgeweitet werden; pro Stunde will man dann über 1,2 Mio. m3 Erdgas entnehmen können, der Verbrauch von 3,6 Mio. Haushalten in einer Stunde.

Im Speicher Puchkirchen, der derzeit 862 Mio. m3 fasst, sollen 2010 über eine Milliarde m3 zur Verfügung stehen. Weitere zwei Mrd. m3 Speicher will die RAG mit anderen Projekten in OÖ und Salzburg ("Seven Fields") bereitstellen.
Höchste Kapazität Europas
Während des zweiwöchigen Komplettausfalls der russischen Erdgaslieferungen am OMV-Erdgasknoten Baumgarten habe man bewiesen, dass man die reibungslose Belieferung der österreichischen Verbraucher unter allen Umständen sicherstellen kann, so RAG-Vorstandsdirektor Markus Mitteregger.

"Kein Land in Europa verfügt gemessen am Verbrauch über mehr Speicherkapazitäten als Österreich", sagte Mitteregger.
RAG versorgte während Ausfalls des Russen-Gases heimischen Markt zu 40 Prozent.
Auch Gasprom lieferte aus Haidach
Die beiden RAG-Speicher und die RAG-Inlandsproduktion, die etwa sieben Prozent des Erdgasverbrauchs in Österreich ausmacht, hätten während des Lieferausfalls 40 Prozent der heimischen Versorgung bereitgestellt. Mit dem RAG-Erdgas seien ganz Oberösterreich und Salzburg versorgt worden, ferner Teile von Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich.

Über den Speicher Haidach hat Gasprom - auch in der Gaskrise - den österreichischen Markt als Teilersatz für die ausfallenden Importe beliefert. Von Haidach wurden ab 8. Jänner rund 200.000 m3 Erdgas pro Stunde in den österreichischen Markt geliefert. Die RAG ist Errichter und Betreiber des Erdgasspeichers Haidach, dessen Kapazität von Gasprom und der deutschen Wingas genutzt wird.
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