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MI | 11.04.2012
Gasflamme (Bild: APA)
Energieversorger
Kräftige Erhöhung der Gaspreise
Wer mit Gas heizt und Kunde von erdgas oö, Linz Gas, EVN oder Wienenergie ist, muss sich auf höhere Kosten einstellen. Die OÖ-Ferngas-Tochter erdgas oö. und die Linz-AG-Tochter Linz Gas Vertrieb GmbH & Co. KG erhöhen mit 1. November ihre Preise.
Keine Erhöhung in Salzburg und Kärnten
Der niederösterreichische Versorger EVN und die Wienenerige werden vor Jahresende ebenfalls die Preise anheben. In Salzburg und Kärnten wird es bis zum Jahresende zu keiner Erhöhung kommen. Im Burgenland und in der Steiermark warten die Versorger noch zu.
Teuerung um 21 Prozent
Die erdgas oö. hebt den Tarif um 21 Prozent an. Laut Medienberichten kommen dadurch monatliche Mehrkosten von 18 Euro auf einen Durchschnittshaushalt zu. Geschäftsführer Klaus Dorninger macht den Ölpreis dafür verantwortlich.
Denselben Grund führt die Linz-AG-Tochter an. Deren Preis steigt ebenfalls um knapp über 20 Prozent, wie sie in einer Presseaussendung am Donnerstag mitteilte. Mehrkosten von 13,80 Euro für einen durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt sind die Folge.
EVN hält sich noch bedeckt
Zu einer Preiserhöhung kommt es auch beim niederösterreichischen Energieversorger EVN. Wann diese genau durchgeführt wird, ist vorerst unklar, aber noch vor 2009 werde es zu einer Erhöhung der Strom- und Gaspreise kommen. Eine Anpassung sei notwendig, so ein Sprecher der EnergieAllianz auf APA-Anfrage. Wie die geplante Erhöhung im Detail aussieht, stand zunächst noch nicht fest.
Gas und Strom in Wien vor Teuerung
In der Bundeshauptstadt wird es vor Jahresende ebenfalls zu einer Erhöhung des Gaspreises kommen. Wann genau diese stattfinden und wie hoch sie ausfallen wird, ist vorerst noch unklar.
Salzburg hat Preis schon erhöht
In Salzburg hat die Salzburg AG den Gaspreis bereits mit 1. Oktober um 0,40 Cent pro kWh (netto) erhöht, und bis zum Jahresende seien keine weitere Anhebungen geplant. Beim Kärntner Energieversorger Kelag ist eine Preiserhöhung vor Jahresende ebenfalls kein Thema.
Rechnen in der Steiermark
Ähnlich ist die Situation in der Steiermark. Auf APA-Anfrage nicht bestätigt wurden - medial kolporierte - Pläne für eine Erhöhung zwischen fünf und acht Prozent per 1. November. Wie der Konzernsprecher der Energie Steiermark für die Tochter Steirische Gas-Wärme GmbH, Urs Harnik-Lauris, sagte, gebe es keine Beschlüsse. Man sehe sich ebenfalls mit gestiegenen Bezugspreisen konfrontiert, sei "am Rechnen" und arbeite an sozialverträglichen Modellen - wie sie im Strombereich bereits mit der Tarifanpassung vom 1. Juli 2008 realisiert wurden, als Kleinbezieher ohne Erhöhung durchkamen.
Entscheidung in Vorarlberg in zwei Wochen
Bei der Vorarlberger Erdgas GmbH (VEG) wird in rund 14 Tagen in einer Aufsichtsratssitzung über die weitere Gestaltung des Gaspreises entschieden. Sowohl Geschäftsführer Erwin Kopf als auch Ludwig Summer, Vorstandsvorsitzender des VEG-Mehrheitseigentümers Illwerke/VKW, wollten sich vor der Sitzung nicht auf Spekulationen über eine allfällige Erhöhung einlassen. "Wir möchten den Beratungen in keiner Weise vorgreifen", betonten auf APA-Anfrage Kopf und Summer. Zuletzt war der Gas-Preis in Vorarlberg 2007 erhöht worden.
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