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MI | 11.04.2012
Aidsschleife (Bild: ORF.at)
Aids
Mehr als 500 HIV-Neuinfektionen erwartet
In Österreich steigt die Zahl der HIV-Neuinfektionen wieder an. Für 2007 erwartet die Aids Hilfe Wien erstmals seit langem mehr als 500 Fälle, das sind plus 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (442 Infektionen).
Bis zu 15.000 Infizierte.
Erstmals seit 1993
"Zuletzt wurden 1993 mehr als 500 Neuinfektionen verzeichnet", so Obmann Dennis Beck am Montag.

Österreichweit tragen geschätzte 12.000 bis 15.000 Menschen das Virus in sich.
Grafik: APA
Die Aids Hilfe hat die Zahlen für die ersten drei Quartale hochgerechnet: Im Jahr 2007 waren es in diesem Zeitraum 385 neue Ansteckungen, 2006 nur 328.
40 Prozent über heterosexuelle Kontakte
Zwei Drittel aller Infizierten sind laut Beck Männer, 42 Prozent der Ansteckungen erfolgten im Vorjahr über heterosexuelle Kontakte (1998 waren es 27 Prozent). 28,6 Prozent der Infektionen mit dem HI-Virus entstanden bei homosexuellen Kontakten, 20,5 Prozent über intravenösen Drogenkonsum.

Von 1983 bis November 2007 sind 2.573 Menschen in Österreich an Aids erkrankt, davon sind 1.449 verstorben. Damit gibt es derzeit 1.124 Aids-Patienten. Fast die Hälfte der Erkrankungen (47,84 Prozent) entfielen auf Wien, zu 79,1 Prozent waren Männer betroffen.
Diskriminierungen der Erkrankten
Man sei zwar auf dem Weg, Aids zur chronischen, behandelbaren Krankheit zu machen, so Beck. "Die Medizin hat es geschafft, dass immer Weniger an Aids sterben. Aber jeder einzelne hat mit sozialem Aids zu kämpfen."

Beck verwies zugleich auf Diskriminierungen Erkrankter.

Gemeinsam mit Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) hisste Beck am Montag an der Wiener Rathaus-Fassade ein mehrere Meter hohes "Red Ribbon".
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