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MI | 11.04.2012
Sturmschaden (Bild: Schmidsberger)
Orkan
"Kyrill" richtet schwere Schäden an
Der Orkan "Kyrill" ist in der Nacht über Österreich hinweggefegt. Vor allem in Ober- und Niederösterreich verursachte er schwere Schäden. Inzwischen hat der Sturm nachgelassen.
Häuser ohne Strom, Straßen unpassierbar
In Oberösterreich waren rund 130.000 Haushalte ohne Strom. Mehr als 100 Häuser wurden abgedeckt. Viele Straßen waren unpassierbar.
Sturmschaden (Bil: Hermann Kollinger)
Die Westautobahn musste wegen umgestürzter Bäume und einer beschädigten Hochspannungsleitung zwischen Sattledt und Traun gesperrt werden.

Der Orkan forderte zahlreiche Verletzte in Oberösterreich. Eine 82-jährige Frau schwebte am Freitag im UKH Linz in Lebensgefahr. Ein Feuerwehreinsatzleiter und ein Landwirt verletzten sich bei Sicherungsarbeiten.
Abgedecktes Dach (Bild: FF Gunskirchen)
Die Spitzengeschwindigkeit erreichte "Kyrill" in Oberösterreich auf dem Feuerkogel mit 207 km/h, in Wolfsegg am Hausruck wurden 147 km/h gemessen.
Beschädigte Stromleitung (Bild: ORF) Häuser abgedeckt, Bäume ungeknickt
In Niederösterreich wütete "Kyrill" besonders heftig in den Bezirken Krems und St. Pölten sowie Tulln und Zwettl. 10.000 Haushalte waren ohne Strom. Häuser wurden abgedeckt - darunter vier Häuser einer Reihenhaussiedlung in Krems sowie das Gymnasium in Zwettl.

Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz, auch um Waldbrände zu löschen, die durch abgerissene Stromleitungen ausgelöst wurden.
Gymnasium Zwettl wurde abgedeckt (Bild: stamberg)
Den Sturmspitzenwert in Niederösterreich gab es auf dem Jauerling mit über 151 km/h, in den Leiserbergen (Weinviertel) wurden 140 km/h gemessen.
Sturmschaden in der Imbergstraße (Bild: ORF) Öffentlicher Verkehr eingestellt
In Salzburg waren vor allem der Flachgau und die Stadt Salzburg betroffen. In der Landeshauptstadt wurden Häuser abgedeckt, der öffentliche Verkehr kam zum Erliegen. Der Zugsverkehr wurde eingestellt.

In der Stadt Salzburg wurden zahlreiche Plakatständer, Mülltonnen, Recycling-Behälter und ihre Inhalte vom Sturm durch die Straßen gefegt. In der Altstadt und vor allem in den nördlichen Stadtteilen liegen abgebrochene Äste und entwurzelte Bäume auf den Straßen.
Umgestürztes Gerüst (Bild: ORF)
Auf der Spitze des ORF-Sendemasts auf dem Salzburger Gaisberg wurde eine Windspitze von 216 km/h gemessen - mit einem geeichten Messgerät, das vor Monaten für ein wissenschaftliches Projekt installiert wurde.
Windsack im Sturm (Bild: APA) Böen mit bis zu 130 km/h in Wien
In Wien waren vor allem einige Außenbezirke (Brigittenau, Floridsdorf, Donaustadt) von "Kyrill" betroffen. Dächer wurden abgedeckt, parkende Autos wurden beschädigt.

Die Böen erreichten Spitzen bis zu 130 km/h. Die Schäden hielten sich insgesamt aber in Grenzen.
Straßensperre (Bild: D. Mathis) Westen und Süden glimpflich davongekommen
Tirol wurde vom Sturm weitgehend verschont, umstürzende Bäume führten zu Behinderungen im Verkehr und Stromausfällen. So massive Schäden wie in Ober- und Niederösterreich traten aber nicht auf.

Auch in Vorarlberg, der Steiermark und im Burgenland verlief die Sturmnacht glimpflich. Kärnten blieb zur Gänze verschont.
Vorarlberg
Tirol
Salzburg
Kärnten
Steiermark
Oberösterreich
Niederösterreich
Wien
Burgenland

 
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