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MI | 11.04.2012
Karsamstag
Schonfrist für "Licht am Tag" endet
Am Samstag endet die Schonfrist für die Lichtmuffel im Straßenverkehr: Zwar besteht die Verpflichtung zum umstrittenen "Licht am Tag" gesetzlich bereits seit 15. November, gestraft wird aber erst jetzt.
Was es kostet
Ein Verstoß kostet 15 Euro, bei einer Strafanzeige drohen bis zu 5.000 Euro. Die Polizei verschärft im Osterverkehr fast überall die Verkehrskontrollen.

Mehrheitlich halten sich die Österreicher bereits an das Gesetz, ergaben Untersuchungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) sowie der Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC. Die Einzelergebnisse fielen dabei recht unterschiedlich aus.
Einschaltmoral im Vergleich
Die schlechtesten Ergebnisse in puncto Einschaltmoral brachte die Erhebung des KfV: Fünf von sechs Lenkern bzw. 83 Prozent fahren demnach mit Licht, wobei die beste Moral auf der Autobahn vorherrschte.

In der KfV-Statistik hat sich die Zahl der Autofahrer, die sich an die neue Regelung halten, im Vergleich zum Einführungsmonat November 2005 nicht verbessert: Auf Autobahnen fuhren diesmal 87 Prozent der Fahrzeuge mit Licht, um ein Prozent weniger als im November.

Im Ortsgebiet blieb die Einschaltquote mit 78 Prozent gleich. Das KfV untersuchte rund 16.200 Fahrzeuge bei sonnigem und heiterem Wetter im gesamten Bundesgebiet.
Schlechteste Werte im Westen
Vor allem den Tirolern und Vorarlbergern dürfte die Sinnhaftigkeit von "Licht am Tag" im Ortsgebiet noch nicht ganz einleuchten: Mit Einschaltquoten von 58 bzw. 55 Prozent halten die beiden westlichsten Bundesländer die schlechtesten Werte, errechnete das KfV.

Spitzenreiter bei dieser Untersuchung war Niederösterreich, das sich von 69 Prozent im November 2005 auf 91 Prozent gesteigert hat. Dicht auf den Fersen liegt Salzburg mit einem Anstieg von 72 auf 90 Prozent.

Unter der Lupe
Ein Ost-West-Gefälle zeigte auch die Untersuchung des ÖAMTC. Der Club hat 5.000 Autofahrer in Wien, Niederösterreich und Salzburg bei Schönwetter unter die Lupe genommen.

Die besten Quoten erzielten dabei mit 93 Prozent Wien und Niederösterreich, Salzburg lag bei 85 Prozent. Der ÖAMTC registrierte im Vergleich zum November eine verbesserte Einschaltmoral: Bei der Einführung von "Licht am Tag" hätten sich nur drei Viertel an die neue Vorschrift gehalten.
Sinkende Bereitschaft im Laufe des Tages
Wie der ARBÖ erhoben hat, sinkt die Bereitschaft zum Einschalten offenbar im Tagesverlauf.
Die Musterschüler
Im österreichweiten Durchschnitt zeigte sich bei der ARBÖ-Untersuchung, dass fünf Prozent auf Licht verzichten. Musterschüler waren bei diesem Sample die Tiroler: Dort waren nur 1,7 Prozent "verdunkelt" unterwegs. Untersucht wurden 7.071 Fahrzeuge in Wien, im Burgenland, in der Steiermark und in Tirol.

Männer und Sportwagenfahrer
Laut KfV drehen Männer und Sportwagenfahrer das Licht am seltensten auf: Die Lenker der Boliden schalteten nur zu 70 Prozent im Ortsgebiet die Scheinwerfer ein, die Quote bei den Männern lag allgemein bei 75 Prozent.

Frauen am Steuer zeigen sich mit 83 Prozent vergleichsweise höchst diszipliniert.
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