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MI | 11.04.2012
Schnee  (Bild: Hermann Kollinger)
Wetter
Schneechaos in Österreich
Österreich versinkt im Schnee. In Oberösterreich kam es zu Verkehrsbehinderungen, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, Dächer stürzten ein. Im Mariazeller Land wurde Katastrophenalarm ausgerufen. In Hallein wurde die Post evakuiert.
Neuschneemassen in Oberösterreich
Nach den Neuschneemassen in Oberösterreich haben etliche Bezirke Krisenstäbe einberufen, Katastrophenalarm wird es laut Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) aber nicht geben.

Viele Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Es gibt starke Schneeverwehungen. Auf Autobahnen kommt es zu Unfällen, Lkws bleiben hängen, viele Straßen sind gesperrt.

Eberschwang und Neukirchen/Walde waren vorübergehend nicht erreichbar. In Bad Ischl fielen über Nacht 80 Zentimeter Schnee, Flachdächer gelten als einsturzgefährdet.
Post in Hallein evakuiert
In Salzburg drohen Schneemassen das Dach der Post-Zustellbasis in Hallein einzudrücken. Sie darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. In Puch, Oberalm, Bad Vigaun und in Hallein mit Dürrnberg gibt es heute keine Postzustellung.

Der Bahnhof Zell am See musste vorübergehend gesperrt werden. Die dicke Schneeschicht war zu viel für das Dach. Es drohte einzustürzen.

In Oberalm wurde ein Supermarkt evakuiert. In Anthering musste eine Kindergartengruppe in einen anderen Raum übersiedeln, nachdem sich eine Holzdecke verschoben hatte.
Lage in Mariazell und Aussee prekär
Im Mariazeller Land ist in der Nacht derart viel Schnee gefallen, dass viele Dächer vom Einsturz bedroht sind. Da die örtlichen Hilfskräften mit der Räumung nicht nachkommen, wurde Katastrophenalarm gegeben.

Bundesheer, Bergrettung und die Feuerwehr kommen zu Hilfe. Abschnittsalarm für die Feuerwehren gibt es auch im Ausseerland.

In Bad Aussee sind laut dem Bürgermeister unter anderem das Krankenhaus und das Bundesschulzentrum einsturzgefährdet. Mehr als 300 Feuerwehrleute wurden alarmiert.
Schäden in Niederösterreich
Die anhaltenden Schneefälle führten auch in Niederösterreich zu gefährlichen Schneelasten auf den Dächern. Es ereigneten sich auch mehrere Unfälle. Vier Dächer brachen ein. Im Osten des Landes gibt es hingegen Überschwemmungen.
Bundesheer in Tirol bereit
Vier Lawinenzüge des Bundesheeres in den Tiroler Kasernen Landeck, Absam, St. Johann und Lienz wurden in Bereitschaft gesetzt. Sie können jederzeit zu Einsätzen ausrücken.

Die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg ist weiterhin groß.
Wer Dach nicht abschaufelt, verliert Schutz
Wer sein Dach trotz großer Schneemassen nicht abschaufelt, kann im Schadensfall den Versicherungsschutz verlieren. Es würde die Sorgfaltspflicht verletzt, teilte die Oberösterreichische Versicherung am Freitag mit.
Kein Ende in Sicht
An der Alpennordseite schneit es verbreitet, besonders in Teilen Salzburgs, Oberösterreichs, der Obersteiermark sowie Niederösterreichs ist der Schneefall ergiebig. Im Laufe des Tages wird der Schneefall aber auch in Vorarlberg und in Nordtirol wieder häufiger.

Im Osten ziehen einzelne Schnee- und Schneeregenschauer durch. Im Süden bleibt es weitestgehend trocken. Es weht starker, im Gebirge stürmischer Wind aus West bis Nordwest.
Staus durch Urlauberschichtwechsel
Für rund 375.000 Schüler im Burgenland, in Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg beginnen heute die Semesterferien. Durch den Urlauberschichtwechsel werden Staus erwartet. Hinzu kommt das schlechte Wetter in weiten Landesteilen.
Vorarlberg
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Wien
Burgenland

 
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