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CHRONIK |
16.05.2011 |
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Mehr Tote und Verletzte beim Bergsteigen
Mehr Tote, mehr Verletzte, mehr Einsätze: So ist die ernüchternde Bilanz des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD) für das Jahr 2010 ausgefallen. Insgesamt wurden 7.008 Personen geborgen, 5.857 davon verletzt, 170 nur noch tot.
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"Wenn man bedenkt, dass 2010 im Straßenverkehr 548 Menschen getötet worden sind, dann sind 170 Tote in den Bergen schon sehr, sehr viel", sagte ÖBRD-Präsident Franz Lindenberg.
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Drei Viertel in leichtem Gelände
Was Lindenberg besonderes Kopfzerbrechen bereitet: 124 Wanderer kamen abseits von steilen Felswänden und Klettersteigen in leichtem Gelände ums Leben.
Meist seien es harmlose Situationen, in denen aus Leichtsinn oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten fatale Entscheidungen getroffen werden. Es passiere aber auch oft, dass sich Alpinisten plötzlich in unwegsamem Gelände wiederfänden, weil sie vom Weg abgekommen sind.
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Anstieg in allen Kategorien
Der Vergleich mit 2009 zeigt den deutlichen Anstieg in allen Kategorien: Die Zahl der Einsätze stieg von 5.929 auf 6.722, die Zahl der geborgenen Personen stieg von 6.193 auf 7.008, jene der Todesopfer von 134 auf 170. Die Bergretter verrichteten so 68.073 Arbeitsstunden. Der seit 2005 anhaltende Abwärtstrend (damals 207 Tote) erfuhr so ein jähes Ende.
Bezüglich der Verletzten muss man bis ins Jahr 2004 zurückgehen, um einen höheren Wert zu finden (6.221), bei den Einsatzstunden wurde überhaupt der zweithöchste Wert seit 2008 (73.003) erzielt.
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Verhaltenstipps der ÖBRD
Unerlässlich seien Eigenverantwortung und das Beherzigen der sieben Tipps der ÖBRD: Richtige Selbsteinschätzung, richtige Tourenplanung, richtige Ausrüstung, richtiges Tempo, richtige Verpflegung, richtige Wettereinschätzung sowie richtige Reaktion bei Notfällen (Bergrettungsnotruf: 140).
Link:
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