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MI | 11.04.2012
AMS (Bild: ORF.at/Julia Hammerle)
WIRTSCHAFT
Arbeitslosigkeit sank auf 8,1 Prozent
Die Arbeitslosigkeit ist im Februar auf 8,1 Prozent zurückgegangen, ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2010. 361.759 Personen waren ohne Job, wobei es bei den Frauen aber einen leichten Anstieg bei den Arbeitslosen gab.
Grafik: APA
Jeweils Ende Februar.
Stärkstes Minus seit drei Jahren
Insgesamt ging die Arbeitslosigkeit im Vormonat um 20.648 Personen oder 6,6 Prozent auf eine Arbeitslosenquote laut Eurostat-Berechnung von 4,3 Prozent zurück. Damit waren 292.258 Personen arbeitslos gemeldet, dazu kamen 69.501 Menschen in Schulung (minus 13.925)

Mit einem Gesamtrückgang um 34.573 Personen ist das das stärkste Minus seit drei Jahren.

Deutlicher Rückgang bei Langzeitarbeitslosen
Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Langzeitarbeitslosen (minus 31,5 Prozent) und den beschäftigungslosen Jugendlichen (minus 10,2 Prozent).

Bei den Männern sank die Arbeitslosigkeit im Februar um 10,2 Prozent, bei den Frauen stieg sie um 0,5 Prozent. Die Zahl der arbeitsuchenden Inländer ging um 7,7 Prozent zurück, bei den Ausländern wurde ein Minus von 1,9 Prozent verzeichnet.

In der Altersgruppe über 50 waren um 1,8 Prozent weniger Personen auf Jobsuche als noch vor einem Jahr. Bei den behinderten Menschen sank der Wert um 0,9 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit reduzierte sich um fünf Tage auf 91 Tage.
Grafik: APA
Veränderung zu Februar 2010 in Prozent (*nicht in Arbeitslosenstatistik enthalten).
Um 20 Prozent mehr offene Stellen
Ein kräftiges Wachstum gab es bei den gemeldeten offenen Stellen. Hier fanden Arbeitsuchende ein Plus von 20,7 Prozent vor, bei den offenen Lehrstellen gab es einen Zuwachs von 5,1 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden gab um 9,5 Prozent nach.

Tiroler Jugendliche mussten einen Rückgang der Jobmöglichkeiten von 11,8 Prozent hinnehmen. In Wien gab es hingegen einen Angebotszuwachs von 26,4 Prozent.
Nur in Wien mehr Arbeitslose
Dennoch stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Bundeshauptstadt um 7,6 Prozent, während sie in allen anderen Bundesländern sank. So waren in Vorarlberg um 19,4 Prozent weniger Personen auf der Suche nach Arbeit.

Allerdings fuhr Wien auch die Schulungsmaßnahmen drastisch zurück (minus 26,4 Prozent). In Salzburg hingegen gab es ein Plus von 1,6 Prozent. Personen in Schulung werden nicht als Arbeitslose gezählt.
Grafik: APA
Anstieg im Gesundheitsbereich
Aufgeschlüsselt nach Branchen musste der Gesundheits- und Sozialbereich einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit vermelden (plus 6,6 Prozent). Im Tourismus ist die Zahl der Arbeitslosen trotz einer starken Saison stagnierend, während es bei der Warenherstellung um 22 Prozent weniger Jobsuchende gab.
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