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MI | 11.04.2012
Frau mit Kinderwagen (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Armut: Alleinerzieher am stärksten gefährdet
Einelternhaushalte sind neben Arbeitslosen am häufigsten von Armut bedroht. Fast jede dritte Person (30 Prozent), die in einem solchen Haushalt lebt, ist betroffen, geht aus einer aktuellen Erhebung hervor.
Pensionisten und Ausländer gefährdet
Sieht man sich die soziodemografischen Merkmale an, tragen neben den Alleinerziehern auch alleinlebende Pensionistinnen (28 Prozent) und Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (26 Prozent) ein hohes Armutsrisiko. Bei Familien mit drei und mehr Kindern lebte jede fünfte Person in einem armutsgefährdeten Haushalt (20 Prozent).
Grafik: APA
Prozentanteil in ausgewählten Personengruppen
Wer armutsgefährdet ist
Als armutsgefährdet gelten Personen mit niedrigem Haushaltseinkommen, die Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 60 Prozent des nationalen Medianeinkommens. Das Jahreseinkommen armutsgefährdeter Haushalte liegt im Mittel um 171 Euro pro Monat unter der Armutsgefährdungsschwelle, die Armutsgefährdungslücke beträgt damit 17 Prozent.

Die Armutsgefährdungsschwelle für Alleinlebende lag 2009 in Österreich bei einem verfügbaren Einkommen von 994 Euro pro Monat. Für jeden weiteren Erwachsenen im Haushalt erhöhte sich die Gefährdungsschwelle um 497 Euro, für jedes Kind um 298 Euro.
Insgesamt zwölf Prozent der Österreicher
Insgesamt waren im Berichtsjahr 2009 zwölf Prozent der Bevölkerung bzw. rund eine Million Menschen armutsgefährdet. Etwa die Hälfte davon war gleichzeitig mit finanzieller Deprivation konfrontiert (488.000 Personen), somit lag die manifeste Armut (Kombination aus Armutsgefährdung und finanzieller Deprivation) wie im Jahr 2008 bei rund sechs Prozent.
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