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MI | 11.04.2012
Homosexualität (Bild: APA)
STATISTIK
429 Homopartnerschaften im ersten Halbjahr
Seit Jahresbeginn ist es homosexuellen Paaren möglich, ihre Partnerschaft bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat eintragen zu lassen. In den ersten sechs Monaten haben 429 Paare diesen Schritt gewagt.
Zwei Drittel Männer
In zwei Drittel der Fälle handelt es sich dabei um Männer, die meisten eingetragenen Partnerschaften werden laut einer internen Erhebung des Innenministeriums in der Bundeshauptstadt verzeichnet.
Mehr als die Hälfte in Wien
Von Jänner bis Juni 2010 sind in Wien 224 "Homoehen" geschlossen worden, dies ist mehr als die Hälfte aller derartiger Verbindungen in ganz Österreich.

In Niederösterreich waren es im gleichen Zeitraum 60 und in der Steiermark 48. In Oberösterreich nahmen 34 Paare und in Tirol 25 einen Termin bei der Bezirkshauptmannschaft wahr. In Salzburg wurden 16 und in Kärnten elf Verpartnerungen registriert.
Grafik: APA Nur vier Paare in Vorarlberg
Im Burgenland und in Vorarlberg gab es die wenigsten "Homoehen". Von den sieben Partnerschaften im Burgenland wurden fünf von Frauen geschlossen. In Vorarlberg waren es jeweils zwei schwule und zwei lesbische Pärchen.

Für Juni weist die Statistik 39 Verpartnerungen in Wien aus, gefolgt von Niederösterreich mit 13 und der Steiermark mit zwölf. In Oberösterreich wagten fünf Paare den Schritt, in Salzburg und Tirol waren es jeweils vier in diesem Monat. Zwei Verpartnerungen wurden in Kärnten gezählt und eine im Burgenland. In Vorarlberg wurde im Juni keine "Homoehe" geschlossen. Insgesamt waren es 80.
Kein Unterschied zwischen den Monaten
Was die Verteilung auf die sechs Monate betrifft, ist in der Statistik fast kein Unterschied auszumachen, lediglich im Mai und Juni zeigte sich eine etwas höhere Zahl von Verpartnerungen. Sie pendelte zwischen 60 im April und 80 im Juni.
70 Prozent der "Ehen" zwischen Österreichern
Rund 70 Prozent der "Homoehen" werden zwischen Österreichern geschlossen. In 27,5 Prozent der Fälle waren es Partnerschaften mit einem Nichtösterreicher, in 1,6 Prozent stammten beide aus dem Ausland.

Rund ein Drittel der "Heiratswilligen" war übrigens zwischen 41 und 50 Jahre alt.
Wien rechnet mit weiterem Andrang.
Vor allem in den Städten
Die Verpartnerungen werden vor allem in den Städten geschlossen. Neben den Landeshauptstädten nahmen etwa die Bezirkshauptmannschaften Baden mit zehn, Mödling und Tulln mit jeweils sieben und Graz-Umgebung mit neun die meisten Zeremonien im ersten Halbjahr vor.

In Wien rechnete die zuständige MA35 vor Inkrafttreten mit rund 450 partnerschaftswilligen Paaren pro Jahr. Mit derzeit 224 Verpartnerungen geht man hier davon aus, das bis Jahresende auch zu erreichen, hieß es. So wird über den Sommer noch mit einem starken Andrang gerechnet.
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