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MI | 11.04.2012
Bevölkerung (Bild: APA)
Statistik
Deutsche erstmals größte Ausländergruppe
Die Deutschen waren 2009 erstmals die größte Ausländergruppe in Österreich und so mitverantwortlich für das minimale Bevölkerungswachstum. Zuwanderer und ältere Menschen brachten ein Plus von 20.000 Personen.
Fast 140.000 Deutsche
Deutschland wurde das wichtigste Herkunftsland für Migration nach Österreich: 2009 stellten die Deutschen mit 138.225 Personen erstmals die größte Zuwanderergruppe in Österreich dar, wie die Statistik Austria veröffentlichte.

Insgesamt zogen 2009 weniger Menschen nach Österreich als im Jahr zuvor, zugleich verließen erheblich mehr das Land. Damit hat sich der Zuwanderungssaldo, also die Summe der Zuzüge minus der Wegzüge, gegenüber 2008 deutlich verringert.

Insgesamt lebten mit 1. Jänner 2010 895.144 Personen nicht österreichischer Staatsangehörigkeit im Land, was zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Deutschen waren im Vorjahr zum ersten Mal am stärksten vertreten, noch vor Bürgern aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo.
Entwicklung in Kärnten war rückläufig.
Zuwanderung in Wien
Das stärkste Wachstum wurde im Vorjahr vor allem durch Zuwanderung nach Wien (plus 0,7 Prozent) erzielt. Kärnten war hingegen das einzige Bundesland mit einer rückläufigen Entwicklung (minus 0,2 Prozent). Mitverantwortlich dafür ist neben einer negativen Geburtenbilanz auch ein Abwanderungsüberschuss in andere Bundesländer.
8,375 Millionen Einwohner
Bis zum Stichtag 1. Jänner 2010 lebten 8,375 Mio. Menschen in Österreich - um 0,2 Prozent oder 20.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Die Zunahme der Bevölkerung ist aber nur halb so hoch wie die plus 36.668 im Jahr zuvor.

Das ist laut Statistik Austria auf einen deutlichen Rückgang des Wanderungssaldos und eine negative Geburtenbilanz zurückzuführen.
Über 1.000 Hundertjährige
Erstmals gibt es mehr als 1.000 Hundertjährige und noch Ältere. Während es in Österreich nur 1.245.000 (14,9 Prozent) Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gibt, sind 5.654.500 (67,5 Prozent) Menschen im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren.

17,6 Prozent der Bevölkerung (1.476.000) sind 65 Jahre alt oder älter. Das Durchschnittsalter liegt bei 41,5 Jahren - das sind rund zwei Lebensjahre mehr als noch vor zehn Jahren.
Erstmals negative Geburtenbilanz seit 2003.
Überall Geburtenrückgänge
Die Zahl der Neugeborenen sank im Vorjahr um 1,8 Prozent bzw. um 1.408 auf 76.344. Gleichzeitig erhöhte sich laut Statistik Austria die Zahl der Sterbefälle um 3,1 Prozent auf 77.381. Erstmals seit 2003 fiel damit die Geburtenbilanz negativ aus.

In allen Bundesländern wurden Rückgänge bei den Geburten verzeichnet: Überdurchschnittlich fielen sie etwa in Salzburg (minus 4,0 Prozent), im Burgenland (minus 3,7 Prozent) und in Kärnten (minus 3,3 Prozent) aus.

Die Steiermark und Vorarlberg verzeichneten mit je minus 0,7 Prozent noch die besten Zahlen. Frauen bekamen ihre Kinder im Schnitt mit 30 Jahren, beim ersten Kind betrug das Durchschnittsalter 28,2 Jahre.
Vorarlberg
Tirol
Salzburg
Kärnten
Steiermark
Oberösterreich
Niederösterreich
Wien
Burgenland

 
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