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DI | 14.02.2012
AMS (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Fast 400.000 Jobsuchende im Februar
Die Arbeitsmarktsituation bleibt angespannt. Mit 312.906 Jobsuchenden erreichte die Arbeitslosigkeit einen neuen Februar-Rekord. Inklusive Schulungen stieg die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent.
Mit Schulungen plus zehn Prozent
Bezieht man die Schulungen nicht ein, nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent zu. 11.211 mehr Menschen waren im Februar arbeitslos als noch im Februar 2009. Gegenüber Jänner ging die Zahl der Jobsuchenden saisonbedingt jedoch um 10.745 zurück.

Inklusive Schulungen waren im Februar 396.332 Menschen ohne Job, das waren um 10,2 Prozent oder um 36.654 Arbeitssuchende mehr als vor einem Jahr.
Beschäftigung schrumpfte um 1,1 Prozent.
Leichter Rückgang bei Jugendarbeitslosigkeit
Die Beschäftigung schrumpfte um 1,1 Prozent oder um 36.000 auf 3,3 Millionen. Der Rückgang der gemeldeten offenen Stellen konnte gebremst werden. Insgesamt waren im Februar 26.218 offene Stellen gemeldet, das waren um 0,2 Prozent oder 57 Jobs weniger als vor einem Jahr.

Die Jugendarbeitslosigkeit war mit 47.627 nach wie vor hoch, stieg aber nur noch um 0,4 Prozent oder um 199 Betroffene.
Deutliche Verbesserung bei Zeitarbeitern
Erstmals seit Beginn der Krise ging die Arbeitslosigkeit in der Industrie zurück, und zwar um sieben Personen auf 35.925 Betroffene. Die Industrie war von der Krise am stärksten betroffen und habe zwischen 10.000 und 20.000 Arbeitsplätze verloren, so AMS-Vorstand Johannes Kopf.

Deutlich rückläufig war auch die Arbeitslosigkeit bei den Zeitarbeitern, und zwar um 6,8 Prozent (minus 2.077) auf 28.587.
Das AMS rechnet auch 2011 mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen.
AMS: Rückgang erst 2012
Kopf rechnet erst für 2012 mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit in Österreich. Die Zahl der Jobsuchenden werde heuer im Jahresschnitt um rund 20.000 Betroffene über dem Vorjahr liegen.
Auch 2011 sei noch mit einem leichten Anstieg zu rechnen, es sei aber vorstellbar, das die Arbeitslosigkeit in einzelnen Monaten bereits sinken werde. Erschwerend dazu kommen werde die Öffnung des Arbeitsmarktes 2011 für die neuen EU-Länder, so Kopf.
Hundstorfer: Situation bleibt schwierig
"Es ist zu befürchten, dass das heurige Jahr für den Arbeitsmarkt ein sehr schwieriges Jahr bleiben wird", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) als Reaktion auf die Zahlen.

Hundstorfer begrüßte den leichten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 0,4 Prozent. Für ihn sei das ein Zeichen, dass die Maßnahmen der Regierung in diesem Bereich Wirkung zeigten.

Hundstorfer spiele die "erschreckend hohen Arbeitslosenzahlen" herunter, kritisierten FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und FPÖ-Arbeitnehmersprecher Herbert Kickl.
EU-Arbeitslosigkeit unverändert
Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone blieb im Jänner dieses Jahres mit 9,9 Prozent gegenüber dem Dezember 2009 unverändert. Im Jahresvergleich gab es gegenüber Jänner 2009 aber eine Steigerung von 1,4 Prozentpunkten - vor einem Jahr hatte sie 8,5 Prozent betragen, teilte Eurostat mit.
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