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DI | 14.02.2012
Symbolfoto Geld (Bild: ORF/rubra)
WIRTSCHAFT
Heimische Sparer immer konservativer
Die ohnehin geringe Risikolust der heimischen Sparer sinkt weiter. Das zeigt ein Blick auf die Zahlen des Jahres 2009. Außer Sparbüchern und Bausparen interessiert die Bevölkerung kaum eine Anlageform.
Vor acht Jahren galten Sparbuchsparer noch als veraltet, heute geben sie den Ton an.
Mehr als die Hälfte bevorzugen Sparbuch
Beliebteste Anlage war 2009 mit Abstand das Sparbuch, gefolgt vom "Bausparer", geht aus der Umfrage von Gfk Austria hervor. Das Sparbuch hielt 2009 mit 52 Prozent die Poleposition in der Beliebtheit der Österreicher. Im Jahr 2000 fanden gerade einmal 15 Prozent das Sparbuch als Geldanlage interessant.
2000 noch pfui, heute hui
Damit hat das Sparbuch in den vergangenen acht Jahren seine Beliebtheit fast vervierfacht. 2009 konnte es sogar noch einmal leicht auf 52 Prozent zulegen, nach 50 Prozent im Jahr 2008.
Aus lauter Vorsicht verzichten die Österreicher selbst auf Zinsenerträge.
"Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung"
Gfk-Finanzmarktforscher Alexander Zeh führt das auf das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung zurück. Man vertraue auf Gewohntes und wolle sein Geld nicht zu lange binden, denn es könnte ja wieder aufwärts gehen. Die Österreicher warten demnach ab und parken ihr Geld auf dem täglich fälligen Sparbuch - trotz unattraktiver Zinsen.

Nummer zwei auf der Beliebtheitsskala ist der "Bausparer", den im Vorjahr 45 Prozent besonders interessant fanden. Im vierten Quartal waren es sogar 48 Prozent. Der Bausparvertrag hat aber seit 2004 an Beliebtheit verloren, im Jahr 2000 kam er noch auf 53 Prozent, 2002 waren es sogar 58 Prozent.
Rückzug aus anderen Anlageformen
Deutlich abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier folgten 2009 Grundstücke mit 23 Prozent Zustimmung (35 Prozent im Jahr 2000) und Lebensversicherungen mit 19 Prozent (36 Prozent im Jahr 2000). Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge fanden im Vorjahr 15 Prozent interessant, im Startjahr 2003 waren es 20 Prozent.
Nur noch sieben Prozent finden Aktien und Fonds interessant.
Aktien und Fonds als exotisches Finanzprodukt
Zu den Gewinnern zählte wiederum Gold, das im Vorjahr ebenfalls auf 15 Prozent kam, im vierten Quartal 2009 waren es sogar 17 Prozent. Im Jahr 2000 fanden nur sechs Prozent Gold als Anlageform interessant, 2007 waren es sieben Prozent. Deutlich zurückgegangen ist seit 2007 erwartungsgemäß das Interesse an Wertpapieren.

Das Ausmaß überrascht jedoch: Im Gesamtjahr 2009 kamen Investmentfonds und Aktien nur noch auf je sieben Prozent Zustimmung, mit einer leicht steigenden Tendenz gegen Ende des Jahres. Im Jahr 2000 waren Investmentfonds und Aktien noch auf Werten von fast 30 Prozent.
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