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SOZIALES |
08.07.2009 |
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"Urlaub mit Freunden" für Asyldebatte
Das Projekt "Urlaub mit Freunden" sorgt für Aufsehen: Die Initiatoren versprechen jener Kärntner Gemeinde, die ein Erstaufnahmezentrum für Asylwerber errichtet, wirtschaftliche Impulse. Ihr Motto lautet "Wir kommen!"
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Asylzentrum als Gefahr für Tourismus?
Nachdem Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) vorgerechnet hatte, wie ertragreich ein Asylerstaufnahmezentrum sein könne, haben sich in Kärnten dafür zwei Gemeinden interessiert. Eine ist jedoch bereits wieder abgesprungen.
Oft genanntes Argument der Gemeinden dagegen: Unter einem Erstaufnahmezentrum würde vor allem der Tourismus leiden.
Um dieser Sorge entgegenzutreten, versprechen die privaten Initiatoren des Projekts "Urlaub mit Freunden": "Wir kommen!" In jener Kärntner Gemeinde, in der ein Asylzentrum errichtet wird, "wollen wir Urlaub machen, nächtigen, speisen, radeln und wandern sowie Menschen kennenlernen".
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Unterstützer versprechen, "mindestens zwei Tage Urlaub zu machen". |
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Unterschriften werden online gesammelt
"Wir wollen damit die Asyldebatte auf eine positive Ebene heben, die ja derzeit eher als Angstdebatte geführt wird", sagte Gerald Bäck, einer der Projektinitiatoren. Asyl und Asylpolitik würden in der österreichischen Politik vorwiegend als Problem gesehen und meistens auf unzulässige Weise mit Kriminalität verknüpft.
"Menschen, die gezwungen sind, das eigene Land, die eigene Familie zu verlassen, brauchen aber zuallererst unsere Unterstützung", so die Initiatoren auf ihrer Website.
Die Organisatoren - unter ihnen auch der grüne Wiener Gemeinderat Christoph Chorherr - sammeln für ihr Anliegen online Unterschriften. Mit ihrer Unterschrift versprechen die Unterstützer jener Kärntner Gemeinde, die "das Asylerstaufnahmezentrum schließlich errichten wird, dort mindestens zwei Tage Urlaub zu machen und so den Fremdenverkehr in dieser Gemeinde anzukurbeln", heißt es auf der Website.
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kaernten.ORF.at; 2.7.09
Für die Gemeinde Neuhaus ist das Thema Asylerstaufnahmezentrum erledigt. Dem Bürgermeister fehle die Unterstützung, es gebe keinen Gemeinderatsbeschluss.
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