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WIRTSCHAFT |
29.12.2008 |
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Einkommensschere öffnet sich weiter
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen geht immer weiter auf. Während das mittlere Einkommen der Frauen seit 1998 jährlich im Schnitt nur um 1,9 Prozent gestiegen ist, wuchs jenes der Männer durchschnittlich um 2,1 Prozent.
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Das geht aus dem Einkommensbericht des Rechnungshofs (RH) für die Jahre 2006 und 2007 hervor. Weiter auseinandergegangen ist demnach auch die Schere zwischen Arm und Reich.
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Niedrigste Einkommen in Tirol
Am meisten verdienen unter den Unselbstständigen nach wie vor die Beamten und unter den Selbstständigen die Ärzte. Regional betrachtet gibt es die höchsten Einkommen in Niederösterreich, die niedrigsten in Tirol.
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Die Ärmsten verdienten 2007 real nur noch 88 Prozent ihres Einkommens von 1999. |
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Armut nimmt leicht zu
Der Bericht zieht auch einen Vergleich der oberen und unteren Einkommen. 1998 lagen die niedrigsten zehn Prozent der Einkommen unter 2.486 Euro, 2007 bei 2.583 Euro.
Das ergibt zwar einen mageren absoluten Anstieg, bereinigt um die Inflation kamen die unteren zehn Prozent der Einkommen aber nur auf 88 Prozent des Vergleichswerts von 1999.
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Real um fünf Prozent mehr für Bestverdiener. |
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Reiche werden immer reicher
Die oberen zehn Prozent der Einkommen nahmen im Gegensatz dazu nominell um 24,09 Prozent (von 41.987 auf 52.102 Euro) zu. Gemessen am Verbraucherpreisindex entspricht das einem inflationsbereinigten Anstieg der oberen zehn Prozent der Einkommen um insgesamt fünf Prozent.
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 Entwicklung der Bruttojahresgehälter in Euro der unselbstständig Erwerbstätigen |
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Mittlere Einkommen steigen leicht an
Nominal ist das mittlere Einkommen seit 1998 moderat angestiegen. Lag der Median der Bruttojahreseinkommen (eine Hälfte liegt darüber, die andere darunter, Anm.) 1998 bei 19.430 Euro, so waren es 2007 22.815 Euro - durchschnittlich betrug der Anstieg pro Jahr 1,8 Prozent.
Das Medianeinkommen der Frauen stieg in diesem Zeitraum von 14.111 Euro auf 16.748 Euro, das entspricht einem durchschnittlichen Anstieg von 1,9 Prozent pro Jahr. Das mittlere Einkommen der Männer wuchs im selben Zeitraum um 2,1 Prozent - von 23.365 auf 28.226 Euro.
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Frauen verlieren an Boden
Lag der Median der Bruttojahreseinkommen der Frauen 1998 bei 60,4 Prozent des mittleren Männereinkommens, so waren es 2007 nur noch 59,3 Prozent.
Auch wenn die Daten um die Inflation bereinigt werden, ergibt sich das gleiche Bild. Für Frauen ergibt sich im Vergleich der inflationsbereinigten Bruttojahreseinkommen von 1998 bis 2007 eine Steigerung um einen Prozentpunkt, für Männer um zwei Prozentpunkte.
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Große Unterschiede in der Privatwirtschaft
Die Benachteiligung der Frauen zieht sich durch alle Bereiche. In der Privatwirtschaft kommen weibliche Angestellte auf 49 und Arbeiterinnen gar nur auf 44 Prozent des mittleren Männereinkommens, Beamtinnen verdienen 91 Prozent ihrer männlichen Kollegen und Vertragsbedienstete 78 Prozent.
Kaum Unterschiede bei Beamten
Ein Teil dieser Differenz lässt sich zwar auf Teilzeitarbeit zurückführen, aber auch wenn man nur ganzjährige Vollzeitbeschäftigte vergleicht, beträgt das mittlere Fraueneinkommen nur 78 Prozent von jenem der Männer. Die weiblichen Angestellten kommen hier auf 64 Prozent, die Arbeiterinnen auf 67, die Beamtinnen auf 98 und die Vertragsbediensteten auf 91 Prozent.
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Teilzeitarbeit ist "weiblich". |
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Frauen in schlechter bezahlten Berufen
Frauen sind überproportional in Dienstleistungs- und Hilfstätigkeiten und damit in schlecht bezahlten Berufen zu finden. In diesen Berufsgruppen arbeiten sie überdurchschnittlich häufig in Teilzeit, was sich zusätzlich negativ auf ihre Einkommenssituation auswirkt.
89 Prozent aller ganzjährig Teilzeitbeschäftigten sind weiblich, 39 Prozent aller erwerbstätigen Frauen befinden sich in einem Teilzeitarbeitsverhältnis - bei Männern liegt dieser Anteil nur bei vier Prozent.
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