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Sektenbericht 2005 |
04.06.2007 |
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Bundesstelle für Sektenfragen zieht Bilanz
Das Interesse an Sekten hält in Österreich unvermindert an. Das geht aus dem Jahresbericht 2005 der Bundesstelle für Sektenfragen hervor. Einen signifikanten Anstieg an Anfragen gab es zur Esoterik.
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Fast 1.800 Anfragen
2005 verzeichnete die Sektenstelle 1.789 Anfragen (2004: 1.808) von insgesamt 623 Personen zu 303 Gruppierungen (2004: 316). An den Befunden der vorhergegangenen Jahre änderte sich demnach wenig.
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Scientology auf Spitzenplatz
Den Spitzenplatz im Anfragen-Ranking nimmt Scientology ein, dicht gefolgt von der neohinduistischen Guru-Bewegung Sahaja Yoga.
Schon in den letzten Jahren rangierte Scientology stets im Spitzenfeld, wobei nicht zuletzt das breite Medienecho auf die Veröffentlichung des Buches "Scientology: Wahn und Wirklichkeit" eines ehemaligen Scientologen den Bekanntheitsgrad der Organisation in Österreich weiter hochgehalten haben dürfte.
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Problematische Doppelqualifikationen. |
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Esoterik-Markt boomt
Einen signifikanten Anstieg an Anfragen verzeichnete insbesondere der Themenkomplex Esoterik.
Problematisch seien in diesem Zusammenhang insbesondere Doppelqualifikationen. Gemeint sind hiermit Fälle, wo Personen über eine fachlich seriöse und anerkannte Ausbildung im psychosozialen oder medizinischen Bereich verfügen und sich daneben gleichzeitig für esoterisches Gedankengut und dazugehörige Praktiken engagieren.
In dieser Art von Fällen sei beispielsweise für Betroffene eine Trennung zwischen den beiden Rollen kaum möglich. Das Problem sei, dass die Seriosität und Qualität im Grundberuf häufig auf den esoterischen Bereich übertragen werde.
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Interesse an Beratungsangebot
Den Boom auf dem Sektenmarkt veranschaulicht auch das rege Interesse am Beratungsangebot der Bundesstelle für Sektenfragen.
So wurde das von 623 Personen (349 Frauen und 274 Männer) in Anspruch genommene Beratungsangebot mehrheitlich im Zuge beruflicher Recherchen - etwa im Zuge von Entscheidungen über Kindeswohl, Obsorge und Besuchsrechte - an die Sektenstelle gerichtet.
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"Vampirismus" bleibt Randphänomen
In Österreich noch ein Randphänomen ist laut Bericht der Vampirismus, der neben der Praxis des Bluttrinkens vor allem auch die unverhohlene Verherrlichung von Gewaltakten, etwa dem tragischen Massenmord an der Virginia Tech in Pennsylvania in den USA, einschließt.
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Bundesstelle für Sektenfragen
Die Bundesstelle für Sektenfragen ist werktags montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr durchgehend besetzt, zwischen 10.00 und 17.00 Uhr telefonisch unter 01-5130460 sowie per E-Mail bundesstelle@sektenfragen.at erreichbar.
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