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MO | 13.02.2012
Stromleitung (Bild: ORF)
"Kyrill" und die Folgen
Große Schäden am Stromnetz
Auch am zweiten Tag nach dem Orkan "Kyrill" sind Tausende Haushalte ohne Strom. In Tirol wurde ein Mann bei Reparaturarbeiten schwer verletzt. Und in den Sturmgebieten geht das Aufräumen am Wochenende weiter.
Noch immer Tausende ohne Strom
Noch immer haben bis zu 5.000 Haushalte nach dem Durchzug von "Kyrill" keinen Strom. Das betrifft Plainfeld, Hintersee, Aich-Fürberg, das Postalmgebiet und große Teile von Fuschl (alle Flachgau). Im Tennengau sind Teile des Lammertales ohne Elektrizität.
Dramatische Situation in Oberösterreich
In Oberösterreich ist die Situation noch dramatischer. Dort sind noch bis zu 15.000 Haushalte ohne Strom. 600 Techniker sind im Dauereinsatz. Besonders im Salzkammergut ist es jedoch schwierig, überhaupt zu den beschädigten Leitungen vorzudringen.

Walter Czetsch von der Energie AG sprach von einer "Katastrophe für die Strom-Infrastruktur, wie es sie in diesem Ausmaß noch nicht gegeben hat". Samstagmittag rechnete man damit, dass die Reparaturarbeiten in einigen Gebieten noch länger dauern würden.
Windböe reißt Arbeiter von Dach
In Tirol war Freitagabend ein schwer Verletzter als Opfer des Orkans zu beklagen. Eine Windböe riss einen Arbeiter während Reparaturarbeiten vom Dach.
Salzburger nach Absturz auf Intensivstation
Jener Arbeiter, der durch den Sturm vom Dach des Halleiner Spital 35 Meter in die Tiefe gerissen wurde, liegt weiter auf der Intensivstation. Sein Zustand ist stabil.
35-Meter-Absturz
Notstromaggregat explodiert
Bei der Explosion eines nach dem Orkan aktivierten Notstromaggregates ist ein Mann am Samstagvormittag in Vorderstoder schwer verletzt worden.
Mariazell: Dach der Basilika abgedeckt
Der Orkan "Kyrill" hat in der Nacht auf Samstag in der Obersteiermark noch einmal ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. In Mariazell wurde das Dach der Basilika zum Teil abgedeckt
1,5 Mio. Bäume durch "Kyrill" beschädigt
In Oberösterreich sind rund 1,5 Mio. Bäume dem Orkan "Kyrill" zum Opfer gefallen. Verglichen mit früheren Katastrophen sei dieser Windwurf für den Holzmarkt verschmerzbar, betonte Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) am Samstag.
Sturmwarnung in Vorarlberg aufgehoben
In Vorarlberg wurde am Samstag die Sturmwarnung aufgehoben worden. Nach Angaben der Landeswarnzentrale hatte die Feuerwehr in der Nacht keine Einsätze zu verzeichnen.
Normalisierung in Niederösterreich
Auch in Niederösterreich hat sich die Lage weitgehend normalisiert.
Schadenskommissionen ermitteln
Nach dem Orkan beginnen nun die Schadenskommissionen mit ihrer Arbeit.
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