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MI | 11.04.2012
Gesundheit
30 Prozent leiden an chronischen Schmerzen
Drei von zehn Österreichern leiden an chronischen Schmerzen - und jeder Dritte von ihnen wartet mehr als ein halbes Jahr bis zu einem Arztbesuch. Dann aber haben sich die Heilungschancen bereits stark verschlechtert.
Diese Zahlen einer Fessel-Gfk-Studie haben das Hilfswerk und die Schmerzgesellschaft am Dienstag vorgestellt.
Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen
93 Prozent der Bevölkerung wünschen sich demnach eine Zusammenarbeit zwischen Arzt und Pflege bei der Schmerztherapie, und auch die Ärzte selbst schätzen die Kooperation mit der Pflege, vor allem hinsichtlich Compliance (die Bereitschaft, eine medizinische Empfehlung zu befolgen) und bei Veränderungen beim Patienten.

"Ein klarer Auftrag an das Hilfswerk, sich noch mehr im Kampf gegen den Schmerz zu engagieren", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas.
"Schmerzlineal" und "Schmerztagebuch"
Hilfswerk und die Schmerzgesellschaft starten eine gemeinsame Aktion gegen den chronischen Schmerz und fordern zugleich bessere medizinische Rahmenbedingungen wie mehr mobile Pflegedienste.

Konkret vorgestellt haben sie das "Schmerzlineal" und das "Schmerztagebuch" als Basis für den Besuch beim Arzt.

Sie können direkt und kostenlos bei einer der 63 Stationen der Hilfswerk-Infotour bezogen werden, die am Freitag, dem 21. April, in Klagenfurt beginnt und bis 19. November quer durch Österreich führt. Aber auch telefonisch können Betroffene die Materialien kostenlos anfordern: 0800800820.
Pflegedauer im Schnitt 7,5 Jahre
Das Hilfswerk ließ mit einer weiteren überraschend hohen Zahl aufhorchen: Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt in Österreich bereits 7,5 Jahre. "Diese Zeitdauer wird vielfach unterschätzt", so Karas.
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